Damaged buildings in Aleppo's embattled neighbourhood of Sheikh Maqsood. Photo: Rudaw

PRESSEMITTEILUNG

QAMISHLO, SYRIEN— 10. Januar 10 2026 — Angesichts der sich weiter verschlechternden Sicherheitslage in Aleppo äußert die Jiyan Foundation for Human Rights ihre tiefe Besorgnis über die zunehmenden militärischen Aktivitäten in den kurdischen Vierteln Sheikh Maqsoud und Ashrafiyeh sowie deren Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung.

Diese dicht besiedelten Viertel sind die Heimat von Tausenden von Familien, von denen viele bereits mit den langfristigen Folgen von Konflikt und Vertreibung zu kämpfen haben. Berichte aus lokalen Quellen weisen darauf hin, dass Dutzende Zivilisten getötet wurden, Minderheitengemeinschaften zur erzwungenen Flucht gezwungen wurden, lebenswichtige Dienste massiv gestört sind und die zivile Infrastruktur erheblich beschädigt wurde. Diese Entwicklungen verschärfen die ohnehin schon schwere humanitäre Krise weiter und erhöhen das Risiko sozialer und ethnischer Fragmentierung.

Eine notwendige Voraussetzung für die Übergangsjustiz ist die Einrichtung und der Einsatz einer Friedensmission der Vereinten Nationen vor Ort in Syrien. Dies würde nicht nur gefährdeten Minderheiten ein gewisses Maß an Sicherheit gewährleisten, sondern auch die Rechtsstaatlichkeit stärken, die Menschenrechte fördern und politische Prozesse unterstützen.”

Dr. Bojan Gavrilovic,Menschenrechtsexperte

Die Jiyan Foundation bekräftigt erneut ihren Aufruf zur Einrichtung und zum Einsatz einer Friedensmission der Vereinten Nationen in Syrien als notwendige Grundlage für die Übergangsjustiz. Eine solche Mission würde dazu beitragen, gefährdete Minderheiten zu schützen, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken, die Menschenrechte zu fördern und einen glaubwürdigen sowie inklusiven politischen Prozess zu unterstützen. Alle internationalen Engagements in Syrien müssen diese Mission in den Mittelpunkt stellen.

Friedliches Zusammenleben, Respekt für Minderheitenrechte und der Schutz der Zivilbevölkerung sind wesentliche Grundlagen für einen gerechten, inklusiven und dauerhaften Frieden. Anhaltende Gewalt in Sheikh Maqsoud, Ashrafiyeh und anderen zivilen Gebieten kostet nicht nur Menschenleben, sondern untergräbt auch die Aussichten auf Versöhnung und langfristige Stabilität in Syrien.

Die Jiyan Foundation ruft alle Akteure, einschließlich der nationalen Behörden und der internationalen Gemeinschaft, dazu auf, eine sofortige Deeskalation zu unterstützen, einen sicheren und ungehinderten humanitären Zugang zu gewährleisten und auf dialogbasierte Lösungen hinzuwirken, die Zivilisten schützen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt bewahren.

An der Seite von Überlebenden.

Überlebende von Gewalt brauchen Fürsorge, Gerechtigkeit und Würde, um ihr Leben wiederaufzubauen.

Ihre Unterstützung ermöglicht es der Jiyan Foundation, Traumabehandlung, rechtliche Hilfe und langfristige Rehabilitation bereitzustellen.