Treffen Sie die tierischen Helfer von Jiyan im Heilungsgarten in Chamchamal

Unsere tierischen Helfer arbeiten jeden Tag hart daran, Überlebende zu stärken und Kindern Mut zu machen. Die Menschen, die in unseren Heilgarten – eine Zufluchtsstätte für Tiere und Patient*innen – kommen, sind oft Überlebende von Gewalt und Traumata. Diese Erlebnisse können zu zahlreichen Erkrankungen führen, wie z. B. zu posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSD), Angstzuständen, unkontrollierbaren Gedanken, übermäßiger Angst und Sorgen, die sie daran hindern können, ein relativ normales Leben zu führen.

Die tierischen Helfer der Jiyan Stiftung für Menschenrechte for Human Rights sorgen für Erleichterung, stärken das Selbstvertrauen und bieten den Frauen und Kindern einen sicheren Ort, an dem sie ihre Gefühle zum Ausdruck bringen können.

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Gazî und Aziz

Eine wahre Geschichte

Vor zwei Jahren lernte ich einen kleinen Jungen namens Aziz* kennen, der nicht sprechen konnte. Aus Sorge um ihn brachte ihn seine Mutter in unser psychotherapeutisches Behandlungszentrum in Chamchamal.

Bei unserem ersten Treffen saß Aziz nur ganz still da und beachtete weder mich noch andere. Er nahm kaum Augenkontakt auf und schaute immer weg oder auf den Boden.

Zweimal pro Woche luden unsere Psychotherapeut*innen Aziz in unseren Heilgarten in Chamchamal ein, wo er sich mit den Tieren beschäftigen konnte. Er fütterte sie, streichelte sie und kümmerte sich um sie, so wie es ihm gut tat. Es war für seine Psychotherapeut*innen und mich offensichtlich, dass Aziz sich nicht ganz wohl fühlte, bis eines Tages ein kleines, frisch geschlüpftes Entlein auf seinen Schoß kroch.

Ich erinnere mich, wie er das Entlein in die Hand nahm, es streichelte und lächelte. Seitdem war Aziz jeden Tag, wenn er in den Heilgarten kam, auf der Suche nach seinem Freund. Als ob es seine Anwesenheit spüren könnte, quakte das kleine Entlein jedes Mal unermüdlich und lief zu Aziz. 

So etwas hatte ich noch nie gesehen. Vielleicht lag es daran, dass das Entlein so jung war, als sie sich trafen, oder vielleicht war es einfach Schicksal, aber auch als die Wochen vergingen und das Entlein heranwuchs, quakte es immernoch und lief zu Aziz. Jede Woche, zweimal pro Woche. Das erste Geräusch, das ich von Aziz hörte, war sein eigenes “Quaken” in Richtung seines gefiederten Freundes.

Dieses Geräusch war ein Durchbruch.

Unsere Psychotherapeut*innen erkannten das Potenzial dieser Beziehung und luden das kleine Entlein, das wir Gazî nannten, was auf Kurdisch-Sorani Hoffnung bedeutet, ein, Aziz bei seinen Sitzungen zu begleiten. Nach sechs Monaten, mit der inzwischen ausgewachsenen Ente auf seinem Schoß, sprach Aziz seine ersten Worte mit unseren Psychotherapeut*innen.

Gazî, unser tierischer Helfer, wartet stets im Heilgarten geduldig auf seinen Freund.

Wir hatten herausgefunden, dass Aziz im Alter von nur zehn Jahren bereits sein ganzes Leben Gewalt durch seinen Vater erfahren hatte. Wir erfuhren, dass er sexuell missbraucht und verprügelt wurde. Diese Erfahrungen führten dazu, dass Aziz sich in sich selbst zurückzog und Angst vor Kommunikation entwickelte.

Viele Kinder im Nordirak (Kurdistan-Irak) leiden seit Jahren unter extremer Gewalt durch den IS oder auch zu Hause. Mit Hilfe von Tieren können sich die Kinder sicher fühlen und das Selbstvertrauen entwickeln, um über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Ich freue mich sehr, dass Aziz immer noch unseren Heilgarten besucht, um an unseren therapeutischen Programmen teilzunehmen. Er erlebt nicht mehr die Gewalt oder den Missbrauch, die er einst erlebte, und seine Freundschaft mit Gazî ist nach wie vor stark.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meine Geschichte zu lesen.

Liebe Grüße,

Salah Ahmad

Gründer Jiyan Stiftung für Menschenrechte e.V

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